"Hesselbergbahn" Nördlingen-Gunzenhausen: Was muss noch getan werden?
"Nord-Ast" bis Wassertrüdingen: Start 2024 / "Süd-Ast" bis Nördlingen: 3 von 4 Voraussetzungen erfüllt/DON-CSU generell dagegen


Das Ries steht vor der einmaligen Chance, dass die Staatsregierung schnelle Verbindungen mit sprintstarken Triebwagen von Nördlingen über Oettingen-Wassertrüdingen-Gunzenhausen Richtung Ansbach bzw. Nürnberg finanziert.
Dazu verlangt die Staatsregierung die Erfüllung von vier Voraussetzungen:

1. Eine Fahrgastprognose von mindetens 1000 Personen x individuell gefahrene Kilometer / Kilometer der Betriebslänge an Schultagen
Dies wurde mit einer Fahrgastprognose des VGN auf Bitten des Landkreis Donau-Ries 2020 nachgewiesen.

2. Die Infrastruktur wird (nicht "ist bereits" !) ohne Zuschuss des Freistaats in einen Zustand versetzt, der einen attraktiven Zugverkehr ermöglicht.
Auch dies gesschieht bereits: Ober- und Unterbau sind instandgesetzt, und Brücken werden saniert. Auf dem Südast müssen dafür 4-6 Bahnsteige gebaut werden, 2 Bahnübergänge bei Hainsfarth werden nach anstehenden Straßenbaumaßnahmen technisch gesichert. Nötig ist noch der Wieder-Einbau einer Zugkreuzung bei Auhausen und neue Signaltechnik.
Außerhalb der "Hesselbergbahn" muss die DB noch eine abgebaute Zugkreuzung in Langlau wieder einbauen, und die Zugkreuzung auf der "Riesbahn" von Möttingen nach Nördlingen verlegen.

3. Ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) ist bereit, die Strecke und die Stationen dauerhaft zu betreiben und berechnet hierfür Infrastrukturkosten, die das Niveau vergleichbarer Infrastruktur der Deutschen Bahn nicht übersteigen.
Die Eigentümerin der Bahnstrecke Nördlingen-Gunzenhausen ist die Bayernbahn. Sie ist zum Betrieb der Strecke bereit.

4. Die Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) müssen sich vertraglich verpflichten, ein mit dem Freistaat Bayern abgestimmtes Buskonzept im Bereich der Reaktivierungsstrecke umzusetzen.
Dem wirkt ein Antrag der CSU-AL-JB-Fraktion im Kreistag entgegen, ein Bahn-Bus-Konzept für den Landkreis ohne "Annahme einer reaktivierten Hesselbergbahn" zu planen.
Inzwischen stellt sich insbesondere der Bundestagsabgeordnete Lange (CSU) gegen die Bahnverbindung durchs Nordries. Hier sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger aufgerufen, die Verantwortlichen im Kreistag zum Umdenken zu bewegen

 Ansbach 
Gunzenhausen, Quelle: www.vergessene-bahnen.de
 Nürnberg 
  Gunzenhausen 
Der "Nordast" wird reaktiert: Start etwa 2024
Wassertrüdingen
Hier beginnt der "Südast"
  Auhausen 
Hainsfarth
Oettingen
Dürrenzimmern
 Nördlingen 
Donauwörth
Augsburg